Wirkt Minoxidil bei Frauen?

Zuletzt aktualisiert: Oktober, 2019

Minoxidil Haarausfall

Haarausfall ist nicht nur für Männer ein Thema, auch viele Frauen beobachten den Rückgang des Haarwuchses. Das ist im Laufe des Lebens aber ein normale und natürlicher Prozess. Bis zu hundert Haare verliert man am Tag. Wenn der Haarausfall allerdings darüber liegt, können sich sogar kahle Stellen bilden.

Bei Frauen zeigt sich diese Art des Haarausfalls vor allem am Scheitel. Etwa jede zehnte Frau zwischen 20 und 30 Jahren hat mit diesem Problem zu tun. Mit der richtigen medizinischen Hilfe kann der Haarausfall aber zumindest gestoppt werden.

Empfindliche Haarwurzeln

Grund für den Haarverlust bei Frauen ist in diesem Fall der anlagebedingte (erblich bedingte) Haarausfall. Die Haarwurzeln reagieren hierbei empfindlich auf das Hormon Dihydrotestosteron, eine Umwandlung aus dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron, das auch im weiblichen Körper vorhanden ist. Bei Frauen lichten sich vor allem die Haarbereiche auf dem Oberkopf, insbesondere der Scheitelbereich. Geheimratsecken können ebenfalls auftreten.

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Um eine Fehlbehandlung zu vermeiden, sollte allerdings vor der Behandlung eine andere Ursache ausgeschlossen werden. Es gibt einige Ursachen für Haarausfall, die beispielsweise mit Erkrankungen, Mangelerscheinungen oder Medikamenteneinnahmen in Verbindung stehen. Erst wenn diese Ursachen ausgeschlossen sind, kann auch einen anlagebedingten Haarausfall geschlossen werden und entsprechende Behandlungsmaßnahmen von einem Hautarzt eingeleitet werden.

Studienlage zu Minoxidil spricht für das Haarwuchsmittel

Ein bekannter Wirkstoff gegen den erblich bedingten Haarausfall ist Minoxidil. Produkte mit diesem Wirkstoff werden vom Hautarzt auch bei Haarausfall bei Frauen verschrieben und sind auch in bekannten Marken wie Regaine enthalten. Für Frauen wird dabei in der Regel auf die geringere Dosierung des Wirkstoffes zurückgegriffen. Im Vergleich zu Männern reagieren Frauen auf Minoxidil schneller und deutlicher.

Was wirkt wirklich gegen Haarausfall? Wissenschaftliche erwiesene Wirkstoffe sind Finasterid und Minoxidil. Auch Studien zu Zink sind vielversprechend. Sie können die Studien zu den Stoffen nachlesen – wir haben den aktuellsten Stand der Forschung für Sie zusammengetragen.

Das zeigt auch eine Meta-Studie, die 47 Einzelstudien zur Wirksamkeit vom Minoxidil herangezogen hat. Die meisten Studien zeigen eine Wirkung anhand einer Test-Gruppe im Vergleich zu einer Placebo-Gruppe auf.

Im Vergleich zum Placebo zeigt Minoxidil eine deutliche Verbesserung. Acht Studien zeigen einen sehr starken Anstieg des Haarwuchses. Weiter 13 Studien zeigen einen mindestens moderaten Anstieg des Haarwuchses bei Frauen auf.

Insgesamt ist somit ein sehr gutes Studienergebnis gegeben, das die Wirksamkeit von Minoxidil bei Frauen zeigt. Darin sind auch eine Beschreibung der Nebenwirkungen enthalten, die meist als eher leicht einzustufen sind. Juckreiz und Hautentzündungen wurden von einigen Probandinnen berichtet. Für schwangere und stillende Frauen ist Minoxidil allerdings nicht anwendbar.

Finasterid ist nicht geeignet für Frauen

Ein anderer bekannter Wirkstoff gegen Haarausfall bei Männern ist für Frauen ungeeignet: Finasterid ist ein weiterer Wirkstoff, der bei Männern gegen erblich bedingten Haarausfall eingesetzt wird und auch nur für die Anwendung bei Männern zugelassen ist.

Die Anwendung von Finasterid ist besonders gefährlich bei schwangeren Frauen oder bei Frauen, bei denen eine Schwangerschaft nicht auszuschließen ist. Auch in der Stillzeit ist auf Finasterid bei Frauen unbedingt zu verzichten. Was kann im schlimmsten Fall passieren? Wenn Finasterid von Schwangeren eingenommen wird, kann es zu Fehlbildungen der äußeren Geschlechtsorgane der männlicher Föten führen (!).

Daher sollten Frauen nur auf Minoxidil und hier auf eine geringere Dosierung von 2% Minoxidil für die Behandlung zurückgreifen. In dieser Konzentration werden die Minoxidil-Produkte für Frauen auch im Normalfall angeboten.

GEBRAUCHSINFORMATIONEN

Hier können Sie die Merkmale von Regaine (Minoxidil) genauer unter die Lupe nehmen. Vergewissern Sie sich vor der Einnahme über die Gegenanzeigen, Wechselwirkungen und Nebenwirkungen – und vor allem: konsumieren Sie kein Medikament aus unseriösen Quellen oder ohne Konsultation einer medizinischen Einrichtung. Die Quelle der Gebrauchsinformationen ist regaine.de

Autor: Peter KleinHaarausfall Selbsthilfe Interessengemeinschaft

Quellen


  • Prävalenz (Häufigkeit) von androgenetischer Alopezie (erblich bedingtem Haarausfall): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24566563?dopt=Abstract
  • Haarausfall und Umwelteinflüsse [Ärzteblatt]: https://www.aerzteblatt.de/archiv/17686/Haarausfall-und-Umwelteinfluesse
  • Wolff H et al. Diagnostik und Therapie von Haar- und Kopfhauterkrankungen. Deutsches Ärzteblatt 2016;113:377-386, doi: 10.3238/arztebl.2016.0377
  • Auswirkung von Spurenelementen Zink und Eisen auf Haarausfall [Studie]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24371385
  • Effektivität von 5-Alpha-Reduktase (Dutasterid) bei Haarausfall: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17110217
  • DocCheck Thema Haarausfall: https://flexikon.doccheck.com/de/Haarausfall
  • Medikamente online kaufen: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Verbote-Beschraenkungen/Schutz-der-menschlichen-Gesundheit/Arzneimittel/Verbringungsverbote-Ausnahmen/verbringungsverbote-ausnahmen_node.html
  • Artikel über Haarausfall Spiegel.de: https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/regaine-und-der-wirkstoff-minoxidil-funktioniert-das-tatsaechlich-a-1081291.html