Finasterid nach Haartransplantation sinnvoll?

Zuletzt aktualisiert: Dezember, 2019

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In vielen Fällen geht eine Haartransplantation mit einer medikamentösen Nachbehandlung einher, dessen sollten Sie sich bewusst sein, bevor Sie eine solche durchführen lassen. Die dafür am häufigst angewandten Präparate sind Minoxidil und Finasterid. An dieser Stelle wollen wir uns zum einem vorrangig mit letzterem beschäftigen, zum anderen aber auch mit der Frage, wann und warum eine solche Nachbehandlung notwendig wird.

Es gibt nur wenige Bereiche, in denen sich so viele schwarze Schafe tummeln wie im Bereich der Haartransplantation. Wir bieten unseren Lesern daher eine kostenlose Online-Beratung und Falleinschätzung an.

Wann ist eine Nachbehandlung mit Präparaten notwendig?

Neben dem eigentlichen Eingriff ist es ebenso Bestandteil einer Haartransplantation, vom jeweiligen Arzt eine Prognose über die zukünftige Entwicklung Ihres Haarausfalls zu erhalten. Diese Prognose stellt die Entscheidungsgrundlage für die Art der Nachbehandlung dar.

Sollte es so sein, dass sich in Ihrem Fall ein Fortschreiten des Haarausfall abzeichnet, ist eine medikamentöse Behandlung mit Finasterid, sofern Sie ein Mann sind, oftmals die erste Wahl. Das liegt vorwiegend daran, dass es wenige Alternativen gibt.

Eine weitere Haartransplantation zu einem späteren Zeitpunkt, um die neu auftretenden Defizite Ihrer Haarpracht zu beheben ist nicht nur kostenintensiv, sondern auch schwierig zu realisieren, da es aufgrund der ausfallenden Haare und der genetisch festgelegten Anzahl an aktiven Haarwurzeln immer knapper um die Möglichkeiten bestellt ist, den Eingriff mit Aussicht auf ein optisch zufriedenstellendes Ergebnis durchzuführen.

Deshalb wird Ihr Arzt eher auf Finasterid zurückgreifen, um den weiteren Haarausfall zu stoppen oder merklich zu verlangsamen.

Es gibt nur wenige Bereiche, in denen sich so viele schwarze Schafe tummeln wie im Bereich der Haartransplantation. Wir bieten unseren Lesern daher eine kostenlose Online-Beratung und Falleinschätzung an.

Warum Finasterid nach Haartransplantation?

Finasterid ist das unangefochtene Urgestein auf dem Gebiet der Wirkstoffe, die Haarausfall effektiv bekämpfen. Lange Zeit war Propecia, das entsprechende Präparat, die einzige Möglichkeit, dem Zustand medikamentös entgegenzuwirken.

Das hat sich zwar merklich geändert, doch auch heutzutage ist Finasterid häufig immer noch die erste Wahl von Ärzten, um ihren männlichen Patienten mit Haarausfall zu helfen.

Das liegt zum einen daran, dass es sich bei der Nachbehandlung mit Finasterid um eine vergleichsweise kostengünstige Behandlungsform handelt, zum anderen an der Wirkungsweise des Wirkstoffs. Um es kompakt zu halten: Finasterid sorgt dafür, dass das körpereigene Testosteron nicht durch spezielle Enzyme in Dihydrotestosteron, den Stoff, der in den meisten Fällen für Haarausfall bei Männern verantwortlich ist, umgewandelt wird. Das Problem wird damit direkt an der (Haar-)Wurzel bekämpft.

Folglich ist kein Wunder, dass Finasterid immer noch als der effektivste Wirkstoff für die Therapierung von männlichem Haarausfall gilt. Dementsprechend ist es auch die sicherste Wahl, wenn es darum geht, Ihre neugewonnene Haarpracht vor weiterem Ausfall zu schützen.

Allerdings kann es durchaus auch vorkommen, dass Ihr Arzt nach Abwägung Ihres Gesundheitszustandes und der Nebenwirkungen des Präparates eine Behandlung mit Minoxidil empfiehlt – lassen Sie sich auf jeden Fall nochmal im Detail von ihm beraten, ganz gleich, welches Präparat nun für Ihre Nachbehandlung angedacht ist.

Es gibt nur wenige Bereiche, in denen sich so viele schwarze Schafe tummeln wie im Bereich der Haartransplantation. Wir bieten unseren Lesern daher eine kostenlose Online-Beratung und Falleinschätzung an.

Autor: Peter KleinHaarausfall Selbsthilfe Interessengemeinschaft

Quellen und weitere Literatur


  • Prävalenz (Häufigkeit) von androgenetischer Alopezie (erblich bedingtem Haarausfall): https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24566563?dopt=Abstract
  • Haarausfall und Umwelteinflüsse [Ärzteblatt]: https://www.aerzteblatt.de/archiv/17686/Haarausfall-und-Umwelteinfluesse
  • Wolff H et al. Diagnostik und Therapie von Haar- und Kopfhauterkrankungen. Deutsches Ärzteblatt 2016;113:377-386, doi: 10.3238/arztebl.2016.0377
  • Auswirkung von Spurenelementen Zink und Eisen auf Haarausfall [Studie]: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24371385
  • Effektivität von 5-Alpha-Reduktase (Dutasterid) bei Haarausfall: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/17110217
  • DocCheck Thema Haarausfall: https://flexikon.doccheck.com/de/Haarausfall
  • Medikamente online kaufen: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Verbote-Beschraenkungen/Schutz-der-menschlichen-Gesundheit/Arzneimittel/Verbringungsverbote-Ausnahmen/verbringungsverbote-ausnahmen_node.html
  • Artikel über Haarausfall Spiegel.de: https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/regaine-und-der-wirkstoff-minoxidil-funktioniert-das-tatsaechlich-a-1081291.html