Ist eine Haartransplantation ohne Rasur möglich?

Zuletzt aktualisiert: Dezember, 2019

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Für viele wirken die optischen Direktfolgen einer Haartransplantation abschreckend. Gerade viele Frauen tun sich schwer mit dem Gedanken, nach dem Eingriff eine komplett rasierte Kopfhaut zu besitzen. Ob es dabei nun darum geht, dass der potentielle Verlust eines für Sie persönlich wichtigen Erscheinungsmerkmales abschreckt, oder die Offenlegung Ihres Haarausfalls Ihnen schlichtweg unangenehm ist, Sie sind mit solchen Sorgen keinesfalls allein.

Deshalb stellen sich viele Betroffene die Frage, ob es eine alternative Behandlungsmethode gibt, die ohne die Rasur der Kopfhaut auskommt. Tatsächlich gibt es da in Form der DHI-Methode eine Möglichkeit. Was genau DHI ist und was Sie dazu wissen müssen, erfahren Sie hier.

Es gibt nur wenige Bereiche, in denen sich so viele schwarze Schafe tummeln wie im Bereich der Haartransplantation. Wir bieten unseren Lesern daher eine kostenlose Online-Beratung und Falleinschätzung an.

Was genau ist die DHI-Methode?

DHI ist die Abkürzung für “Direct Hair Implantation”, also “direkte Haartransplantation”. Es handelt sich dabei um eine konsequente Weiterentwicklung des bewährten FUE-Verfahrens, die auf einen noch schonenderen und insgesamt angenehmeren Prozess zur Verpflanzung der Haare setzt.

Zunächst einmal ähnelt sich der Ablauf der beiden Methoden. Während einer DHI-Haartransplantation werden Ihnen, wie im Falle der FUE-Methode auch, mithilfe einer Hohlnadel funktionelle Grafts aus dem Spendeareal entnommen. Diese werden jetzt aber nicht erst aufbereitet, sondern mithilfe des speziell für die DHI-Methode entwickelten “Implanter Pen” (Transplantationsstift) unmittelbar danach an den betroffenen Stellen eingesetzt.

Das “D” in DHI kommt also nicht von ungefähr. Dank diesem Werkzeug hat Ihr behandelnder Arzt außerdem die Kontrolle darüber, wie tief und in welche Wuchsrichtung jeder einzelne Graft gesetzt wird.

Vorteile der DHI-Methode

Neben dem Ausbleiben einer Rasur der Kopfhaut kann die DHI-Methode durchaus noch weitere Vorteile für sich verbuchen. Zum einen wäre da, dass hier das Anlegen von Haarkanälen mittels Skalpell ausbleibt und somit keinerlei Narbenbildung anfällt. Dazu kommt, dass die Prozentzahl der erfolgreich anwachsenden Grafts nicht geringer ist, als beim FUE-Verfahren (über 90%).

Außerdem ist DHI eine sehr flexible Transplantationsart, da neben Kopfbehaarung auch Grafts aus Bartwuchs und Augenbrauen problemlos als Spenderhaare verwendet werden können. Diese Optionen müssen aber zuvor durch Ihren behandelnden Arzt auf die Sinnhaftigkeit überprüft werden.

Der letzte Vorteil, mit dem sich die DHI-Methode oftmals rühmt, betrifft das Endergebnis. Angeblich soll das Resultat nach einer solchen Transplantation besonders natürlich wirken – vorausgesetzt, Sie sind an einen kompetenten Arzt geraten.

Das ist allerdings ein recht subjektiver Punkt, der auf ordentlich argumentativen Gegenwind stößt durch diejenigen, für die es zwischen den Resultaten anderer Transplantationsverfahren und eben der DHI-Methode keine sichtbaren gravierenden Qualitätsunterschiede gibt. Schauen Sie sich diesbezüglich lieber selbst entsprechende Ergebnisse an und beurteilen Sie selbst.

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Nachteile der DHI-Methode

Die schwerwiegendsten Nachteile, die Sie bei Interesse an einer DHI-Haartransplantation auf dem Schirm haben sollten, lassen sich auf zwei Umstände zurückführen: Das Verfahren ist noch recht neu und erfordert von den Ärzten eine umfangreiche Weiterbildung, um angeboten werden zu dürfen. Daraus resultiert zum einen, dass das Aufgebot an Ärzten, die Ihnen diese Transplantationsart anbieten können, vergleichsweise gering ausfällt, zum anderen, dass der dafür verlangte Preis weit über dem der bewährten Verfahren liegt. Mit einem mindestens doppelt so hohem Kostenfaktor können Sie diesbezüglich rechnen.

Dazu kommt, dass eine DHI-Transplantation auf nur 1500 mögliche Grafts pro Sitzung beschränkt ist. Das bedeutet, dass in vielen Fällen mindestens zwei, manchmal sogar drei Behandlungen notwendig werden. Dieser zeitliche Aufwand fällt im Vergleich zum FUE-Verfahren, dass im Regelfall in einer Sitzung komplett durchgeführt werden kann, sehr ins Gewicht.

Die DHI-Haartransplantation – Das Fazit

Das DHI-Verfahren hat sich in nicht umsonst in kurzer Zeit auf dem Markt in respektabler Manier etabliert. Die noch weniger invasive Natur, der Verzicht auf eine Komplettrasur der Kopfhaut und die möglichen Vorteile bezüglich der Optik des Endergebnisses sprechen für die Methode.

Allerdings sollte sie unserer Meinung nach zumindest aktuell als eine Luxus-Option im Bereich der Haartransplantation betrachtet werden, da das Preis-Leistungsverhältnis nicht mit dem FUE-Verfahren mithalten kann, welches ebenfalls schonend ist und Ihnen aller Wahrscheinlichkeit nach ein kaum bis überhaupt nicht weniger zufriedenstellendes Resultat liefert.

Sollte der finanzielle Aspekt für Sie jedoch nur eine untergeordnete Rolle spielen und die Aussicht auf mehrere benötigte Sitzungen Sie nicht stören, spricht nichts gegen eine DHI-Haartransplantation.

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Autor: Peter KleinHaarausfall Selbsthilfe Interessengemeinschaft